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Nelka
Svenja Leiber
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Mit einem Brigitte-Reimann-Epigraph voller Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Geborgenheit beginnt dieser tieftraurige Roman über eine junge Frau, die an Einsamkeit und Reglementierung zerbricht.
Autorin Helene Bukowski wird in ihrem sehr persönlichen Buch fast eins mit dem lyrischen Ich. Sie erzählt vom Nachlass der Pianistin Christina, die sich mit 24 Jahren das Leben nahm. Der Nachlass gerät in die Hände der Erzählerin, der Autorin, und sie spürt eine Verantwortung. Dieses kurze Leben darf nicht verschwinden, darf nicht weggeworfen werden.
In „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ spricht die Erzählerin direkt zur Protagonistin: sie begleitet, schützt, interagiert, hat die Macht, Dinge einzufärben, wie ein Geist, wie eine eingebildete Begleiterin. Zunächst fand ich diese Allmacht im Leben der realen Person als übergriffig, aber Bukowski macht nur ihre Arbeit als Autorin transparent. Ihre Stimme ist ungeheuer zärtlich und gibt im Austausch viel von sich in die Beziehung.
Christinas Nachlass besteht aus Briefen, aus Fotoalben und aus 369 Schreibmaschinenseiten, einer Chronik ihres Vaters. Die Präsenz dieses Vater, eines ehemaligen Opernsängers, ist stark in Christinas Kindheit, oft erdrückend. Momente der Freiheit und des absoluten Glücks mit anderen Kindern im Wald werden unterbrochen vom Klavierunterricht, der für Christina sowohl mit Zwang als auch mit Liebe verbunden ist.
Helene Bukowski findet wunderschöne Sprachbilder für die Musik. Wasser, Feuer, Wetter, Gebirge nehmen Gestalt an in Christinas Klavierspiel, sie erzählt mit ihren Händen, voller Sehnsucht. Ihre Verspieltheit kann sich bald nur noch durch das Üben am Klavier Bahn brechen. Nur die Erzählerin gibt ihrer Protagonistin die nötige Zeit und Freiheit.
In der Realität wird Christina im Alter von elf Jahren auf eine Spezialschule für Musik nach russischem Vorbild nach Ostberlin geschickt. Im Internat fehlt es dem Kind an allem. Hunger, Kälte, Verwahrlosung und ständiger Drill begleiten das junge Mädchen. „Du sitzt im Übungszimmer, stürzt dich in die Revolutionsetüde, hämmerst mit aller Gewalt auf den Flügel ein, zerlegst die Spezi und explodierst als Leuchtfeuer am Himmel. Danach stehst du auf dem Gang, bist brav, still, lächelst. Deine Wut findet nur in den Noten Platz. Deine Wut ist ein dressierter Bär. Ich strecke die Hand aus. Der Bär hat verlernt zuzubeißen, lässt sich streicheln und spazieren führen.“
Mit 17 geht Christina nach Moskau ans Tschaikowski-Konservatorium. Hier erfährt sie neue Freiräume, legt ihre Schüchternheit ab, findet Freunde, eine Mentorin auf Augenhöhe, eine unerwiderte Liebe. Bis das Ende des Studiums sie wieder in Schranken weist.
Christinas Geschichte ist so schmerzhaft wie die der Berliner Bären, deren enges Gehege sie einmal mit ihrer Mutter besucht und die das Cover zieren.
Helene Bukowski zieht viele Vergleiche zwischen dem Leben der jungen Pianistin und ihrem eigenen als Schriftstellerin. Der Flügel und das Schreiben können ein ganzes Leben einnehmen, können Flucht und Gefängnis zugleich bedeuten. Die große Empathie und das zärtliche Verständnis Bukowskis für ihre Protagonistin bestimmen „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ und haben mich begeistert.
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Wer möchte nicht im Leben bleiben
Helene Bukowski
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„Zeit der Monster“, der Debütroman von Şeyda Kurt, bekannt für ihre erfolgreichen Sachbücher „Radikale Zärtlichkeit“ und „Hass“, ist nicht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises gelandet. War er der Jury zu politisch? Zu konfus? Ich würde tausend Mal lieber eine Mängelliste für „Zeit der Monster“ erstellen als für gewisse andere Titel, die ich dafür ja lesen müsste. „Zeit der Monster“ ist manchmal ein verwirrender Read, weil es vor Ideen und Konzepten nur so sprüht.
Der Roman ist eine Liebeserklärung an Köln-Kalk, den Stadtteil, in dem Şeyda Kurt aufgewachsen ist, das hat sie in einigen Interviews erwähnt. Das fiktive Viertel, in dem „Zeit der Monster“ spielt, ist voller Leerstand, abgehängt. Wie Köln-Kalk ist es ein Arbeiter*innenviertel, von einer Industrie der Vergangenheit geprägt. Viele marginalisierte Menschen wohnen hier, man hört viele Sprachen, Religionen werden Seite an Seite gelebt.
Die junge Protagonistin Sanya arbeitet schon am Vormittag in einer verrauchten Kneipe in der brütenden Hitze. Die Menschen im Viertel fürchten den Weltuntergang, auch wegen einer obskuren TikTok-Prophezeiung.
Şeyda Kurt schreibt sinnlich, bildreich, fiebrig. Im Gemeinschaftsgarten, in den sich Sanya vor der Hitze flüchtet, flammen Tomaten, träumen Kartoffeln unter der Erde, duften Kräuter irre. Und dann ist da ein Schatten zwischen dem Gemüse und dem Müll, den Injektionsnadeln und den Zigarettenstummeln. Ein unbekanntes, menschenähnliches, alters- und geschlechtsloses Wesen.
Şeyda Kurt fürchtet sich nicht. „Zeit der Monster“ ist Gesellschaftsroman, ist Dystopie, ist Revolutionsschrift. Alles findet zusammen mit einer Lust am Fabulieren, am Erzählen, einer Lust am Maximalismus, die auf dem deutschen Buchmarkt zur Zeit richtig fresh wirkt. Trotz der antiutopischen, manchmal fast mythologischen Atmosphäre, befinden wir uns mitten in unserer eigenen Gegenwart, das ist einer der Aha-Effekte dieses Buches.
Zwischen Epos und Seifenoper changiert „Zeit der Monster“ wie ein Fiebertraum. Der Mittelpunkt, der eigentliche Hauptcharakter: das Stadtviertel. Im Roman wird dieses Viertel, dieser Sumpf, bevölkert von lebendigen, facettenreichen Charakteren, vielen Frauen, Widerstandskämpferinnen, Revoluzzerinnen. Monstern begegnet man im Viertel eher selten. Die kommen von außerhalb: sie sorgen dafür, dass das Viertel abgehängt bleibt, arbeiten mit Polizeigewalt, sind Faschisten, Graue Wölfe oder auch Personen aus den Medien, die nichts verstanden haben.
Das Viertel steht allein, kämpft allein. Durch Selbstorganisation und Stadtteilpolitik gibt es Dinge wie eine Notfallambulanz und einen Communitygarten. Die Menschen helfen einander, lassen Nachbar*innen nicht im Stich, egal, woher sie stammen. Alle im Viertel bilden eine Gemeinschaft der Ausgestoßenen.
Hier sehe ich die Kernaussage: die große, politische Kraft, die große Schönheit, die zur Chance wird, uns in einer Zeit der Katastrophen und Monster überleben lässt als Gemeinschaft mit Blick auf die, die mit und neben uns leben. So wird der Sumpf zu einem Ort der Herrlichkeit.
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Zeit der Monster
Şeyda Kurt
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Slinga aus Leipzig ist die ungekrönte Queen der Wortspiele und Süßmausigkeiten. Es haut mich immer wieder vom Hocker, wie viele entzückende Dinge, von Postkarten über Kalender und Spiele bis hin zu Käppis, die Illustratorin so raushaut. In ihrem Shop kann eine Maus sich durch die schier endlose Auswahl wühlen. Jetzt sind bei Oetinger zwei Pappbilderbücher von Slinga erschienen: „Ein mausgezeichneter Tag“ und „Ich hab dich schnecklich lieb“.
Eine ganz liebe Schnecke betätigt sich als Briefträgerin im Obstweg. Dort wohnen die Tiere in besonderen Häusern: der Faulwurf wohnt im Apfelhaus, die Ameisenfamilie im Pilzhaus und der Wurm im Salathaus, von dem die Schnecke gern mal einen Snack nimmt. Die Schnecke liefert allen Briefe: Dankesbriefe, Einladungen zum Klopsnudeln-Essen und Streuselkuchenrezepte. Am Ende bedanken sich alle herzlich für die Schneckenpost.
Farbenfroh und ultrasüß!
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Ich hab dich schnecklich lieb (Slingas mausgezeichnete Bilderbücher) (German Edition)
Slinga
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Es wäre eine Sensation, wenn der Mini-Indieverlag Luftschacht aus Wien, der mehr oder weniger aus einer einzigen Person besteht, sich den Deutschen Buchpreis 2026 unter den Gürtel schnallen würde.
„Aus anderem Holz“ nimmt eine der berühmtesten italienischen Märchenerzählungen als Ausgangspunkt, „Pinocchio“. Carlo Collodi, Autor dieses ausgesprochen weirden pädagogischen Entwicklungsromans, dessen Hauptfigur wirklich jede*r kennt, wurde vor 200 Jahren geboren. Giuliano Musio, selbst schweizerisch-italienischer Herkunft, erzählt von der Zeit nach der Menschwerdung der hölzernen Puppe. „Aus anderem Holz“ würde ich moderner als Coming-Age-Roman bezeichnen und als eine Befreiung von der Schwarzen Pädagogik.
Eine toskanische Kleinstadt im Jahr 1988: ein Friedhof rutscht von einer Klippe, ein alter Mann springt hinterher. Giuseppe „Geppetto“ Fabbri kann gerettet werden, aber er ist ein Pflegefall. Geppetto spricht nicht mehr, sitzt vor dem Fernseher, während sein 25-jähriger Sohn Pinò für ihn sorgt.
Geppetto bewahrt seine Geheimnisse. Aber manche kommen trotzdem ans Licht: so taucht die Urne seines ersten Sohnes Pino mit ihm im Meer auf. Dadurch erfährt Pinò zum ersten Mal von seinem Bruder. Und kann nicht anders, als sich ständig mit ihn zu vergleichen. Pinó, dessen hölzerner Körper vor 13 Jahren durch die Gnade einer katholischen Heiligen zu einem aus Fleisch wurde, fühlt sich steif, hat Schmerzen, hat Angst, diesen menschlichen Körper wieder zu verlieren.
Der Sohn packt seinen Vater ein und zieht mit ihm in den Norden, in das kleine Dorf Faragno in der Nähe von Bergamo. Dort lebte Geppetto einst mit seiner Frau und seinem ersten Sohn. Im Dorf wird Pinò für seinen verstorbenen Bruder gehalten. Äußerlich gleicht er Pinuccio, doch muss er ungewöhnliche Merkmale verbergen, nachdem sein Versuch, die Wahrheit zu sagen, missverstanden wird: Pinòs Stimme erzeugt kein Echo und ihm fehlt ein Bauchnabel. Auch die Dorfbewohner verbergen einige Dinge, während Pinò mit sehr menschlichen Gefühlen ringt: Scham, Selbstekel, Lust.
An Musios Neuerzählung ist nicht viel märchenhaftes: dies ist die Geschichte einer Befreiung, vieler Befreiungen. Wie alle jungen Menschen muss sich Pinò beim Erwachsenwerden mit mächtigen Kräften auseinandersetzen: einem gewalttätigen Vater, den seinem katholischen Glauben inherenten Schuldgefühlen, mit Körperdysmorphie, dem italienischen Faschismus und den Roten Brigaden.
Einige Schwerpunkte, einige Figuren in „Aus anderem Holz" hätte ich mir anders gewichtet gewünscht (die für mich unnötige Misogynie der Rolle der Roberta, die Betonung des Terrorismus von links in einer zutiefst faschistischen Umgebung).
Nach einem fulminanten Einstieg und einer sehr langsam erzählten ersten Hälfte, war ich vom zweiten Teil des Buches, der fast ein bisschen wie ein Mystery-Thriller daherkommt, absolut gefesselt.
„'Ich bin nicht Pinuccio.'“
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Aus anderem Holz
Giuliano Musio
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Heute erscheint „Öffentlicher Nahverkehr“ von Thea Mengeler - doppeldeutig ist der Titel, denn einerseits hat sich die Protagonistin, eine erfolgreiche Influencerin, komplett aus den sozialen Medien zurückgezogen, nachdem ihr Ex ein ohne ihr Einverständnis aufgenommenes intimes Video veröffentlicht hat. Andererseits spielt der kurze Roman zu 80 Prozent in einem Bus.
„Ich sitze in der vorletzten Reihe der Ringlinie 100. Auf einem Zweiersitz, keinem Vierer. Ich will niemanden gegenüber. Ich will niemanden, der mich anschaut. Es ist an mir zu schauen. Es ist an mir, euch anzuschauen. Spürt ihr meinen Blick?“
Die Protagonistin fährt durch eine imaginäre Stadt (zumindest habe ich nur ein Gemenge an Straßennamen aus Berlin, Hamburg und Wien erkannt, aber vielleicht täusche ich mich). Sie bleibt stets in Bewegung, seit sie aus ihrem Leben und ihrem Job geflohen ist.
Den Leuten, die ihr auf ihren Fahrten regelmäßig begegnen, gibt sie Usernamen. Ihr Internetblick hat sich verselbstständigt. Nach und nach beginnt sie, ihre Umgebung wieder anders wahrzunehmen als durch die Social-Media-Linse.
Thea Mengeler findet in ihrem leicht und schnell lesbaren, aber vielschichtigen Buch klare Worte für Dinge, die selten so deutlich benannt werden. Diese Analyse ist oft schmerzhaft. Es geht um Selbstdarstellung, Abhängigkeit und den Zwang, sich und andere konstant zu bewerten. In ihrem inneren Monolog voller Scham verfestigt sich für die Protagonistin endlich die Wut nach außen. Die Wut auf den Missbrauch durch eine nahestehende Person, auf das zerstörte Vertrauen, auf die Hasskommentare.
Ein wichtiges Buch über Themen, die noch nicht oft genug verhandelt werden, aber die viele von uns betreffen.
CN: Missbrauch, Anorexie
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Öffentlicher Nahverkehr
Thea Mengeler
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Leonora Bloch ist 73. Sie hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, einer davon ist Putzkraft bei Dr. Bronstett, dem alleinstehenden Geschäftsführer eines dem KaDeWe nachempfundenen Nobelkaufhauses. Als Leonora eines Tages die Tür von Bronstetts Villa im Grunewald aufschließt und Schlieren auf dem Boden entdeckt, macht sie das, wozu sie gekommen ist: sie putzt. Putzt um die Leiche von Bronstett, der mit abgeschnittenen Händen im Wohnzimmer liegt.
„Die Auster“ beginnt wie ein klassischer Krimi. Yael Inokai hat Drehbuch studiert an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, das wird deutlich. Die Auflösung des Falles ist aber nicht das, was Inokai antreibt. Ihre Geheimnisse bergenden Figuren sind es, allen voran die resolute Leonora, die so eigenständig ist wie Olga Tokarczuks Janina Duszejko aus „Gesang der Fledermäuse“. Dreh- und Angelpunkt von „Die Auster“ ist das legendäre Kaufhaus, dessen Menschen Leonora Bloch ihr Leben lang begleitet haben. Sie ist wie eine Wanderin zwischen den (Klassen-)Welten der Kaufhaushierarchie, malochte selbst jahrelang auf der niedrigsten Stufe als Weihnachtsaushilfe, bewegt sich aber auch unsichtbar durch die intimsten Räumlichkeiten des Kaufhauschefs.
„Die Auster“ spielt mit dem Genre, drängt es an den Rand und fokussiert sich auf die Charaktere, auf Themen wie Arbeit, Klasse, Alter und Altersarmut, (Single-)Mutterschaft, Trauer und mehr. Bedächtig nähert sich Inokai nicht nur der Auflösung des Falls an, sondern vor allem ihrer Miss Marple.
Gut gefallen hat mir die Prise schwarzer Humor und der Unwille, alles haarklein zu erklären.
Auch Berlin kriegt sein Fett weg: „Nicht einmal die Stadt selbst sah an dieser Ecke aus, als wäre sie gern hier. Viel lieber hätte sie ihre Gehsteige, Gebäude, ihre Straßenlampen und Bushaltestellen eingepackt, um über die Bahngleise an einen netteren Ort abzuhauen.“
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Die Auster
Yael Inokai
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„Papa“ ist ein Buch „für alle, die Kinder betreuen und geben, was sie selbst nie bekommen haben.“
Im Mittelpunkt stehen schöne, schlichte, zärtliche Illustrationen, die an Eric Carle erinnern. Wir sehen Tierväter (am Ende des Buches gibt es noch kurze Infos zu den Papas der Tierwelt) und Menschenväter, einen Papa im Rollstuhl, PoC-Papas, einen Papa, der weint. Alle kümmern sich, aber sie machen auch Fehler, sind manchmal abwesend. Der knappe Text ist liebevoll und ehrlich.
Christian Robinson ist einer von wenigen männlichen, Schwarzen Kinderbuchillustratoren und damit eine wichtige Stimme, besonders auf dem deutschsprachigen Bilderbuchmarkt.
„Papa“ ist ein schönes Geschenk für werdende Väter. Die deutschsprachige Ausgabe von „Mom“ von Christian Robinson ist für das kommende Jahr angekündigt.
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Dad
Christian Robinson
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The Monstrous Feminine
Silver: Finished 10 Main Quest books.
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In „Dich ess ich auch noch“ treffen sich ein Dino und zwei Würmer. Wurm Toni sieht es gelassen, dass der riesige Dino aus Versehen seinen Begleiter platt trampelt. Macht nix, dann wird der halt gegessen. Toni erklärt dem Dino, dass Würmer das eben so machen, um Platz zu schaffen für Neues. „Dich ess ich auch noch“ verkündet Toni. Bevor das passiert werden sie beiden aber noch gute Freunde.
Marianna Coppos minimalistische, flächige, niedliche Illustrationen passen perfekt zum Dialog von Wurm und Dino. Und als das Ende in Form eines Asteroiden kommt, ist das auch nicht tragisch. Schwarzhumorig, ehrlich und süß.
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„Wir sind aus Sternen gemacht“ zeigt in den naiven, bunten Illustrationen von Marc Majewski zwei Menschen und einen Hund auf einer Wanderung durch blühende Landschaften. Der Text beschreibt, dass wir und alles um uns herum aus winzigen Teilen besteht, Atomen, die immer in Bewegung sind. Überall, wo wir sind, lassen wir Teile von uns zurück. Und wenn wir sterben, verändern sich unsere Atome, aber wir bleiben Teile des Ganzen.
Dieses Bilderbuch ist ungemein warm und tröstlich und schafft ein Gefühl der Verbundenheit.